Allgemeine Geschäftsbedingungen

Graf & Partner Bodenbeläge GmbH (Unternehmerin) – für Werkleistungen

Fassung Oktober 2026

1. Rechtsgrundlage / Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind im Geschäftsverkehr mit der Graf & Partner Bodenbeläge GmbH für sämtliche Vertragsverhältnisse anwendbar. Der Kunde akzeptiert diese AGB mit der Auftragserteilung. Von diesen AGB abweichende Vereinbarungen, insbesondere AGB von Kunden oder Dritten, werden von der Unternehmerin nur anerkannt, wenn sie im Einzelfall ausdrücklich zustimmt.

Ergänzend gelten die SIA-Norm 118, das schweizerische Obligationenrecht (OR) sowie die technischen Normen des SIA und der Fachverbände.

2. Allgemein

Basis für einen Vertragsabschluss sind die vereinbarten Leistungs- und Zahlungsbedingungen. In der Regel bildet ein schriftliches Angebot die Grundlage für die Auftragserteilung. Die Auftragsbestätigung erfolgt schriftlich oder durch vorbehaltlose Arbeitsaufnahme durch die Unternehmerin.

3. Angebot und Preisbasis

3.1 Gültigkeit

Die Angebote haben eine Gültigkeit von drei Monaten ab Offertdatum.

Erfolgt die Annahme des Angebots nicht innerhalb von drei Monaten, hat die Unternehmerin das Recht, die Mehrvergütung nach Massgabe namentlich der Lohnkostenansätze, Listenpreise für Material, Transportkosten, Baustelleneinrichtungen, gesetzlichen Abgaben usw. gegenüber der ursprünglichen Kostengrundlage geltend zu machen.

3.2 Arbeitsunterbrüche

Die Leistungen sind so kalkuliert, dass bei der Arbeitsausführung zusammenhängend oder entsprechend einem Bauprogramm gearbeitet werden kann. Bei Arbeitsunterbrüchen, die nicht von der Unternehmerin zu vertreten sind, hat diese Anspruch auf Ersatz der entstandenen Mehrkosten.

Der Kunde wird nach Möglichkeit über solche Umstände und die Mehrkosten orientiert. Die Unternehmerin ist berechtigt, die Arbeiten bis zur Einigung über diese Mehrkosten und weitere Nachträge einzustellen.

3.3 Kosten für die Erstellung von Offerten

Für die Ausarbeitung jeder Offerte wird eine Pauschale verrechnet:

OffertartPauschale (exkl. MWST)
Offerte mit Besichtigung vor Ort und/oder BemusterungCHF 385.00
Einfache Offerte ohne Besichtigung und ohne Bemusterung, ausschliesslich aufgrund der Angaben des KundenCHF 285.00

Die Pauschale wird unabhängig davon verrechnet, ob der Kunde die Offerte annimmt und den Auftrag erteilt.

  • Auftrag erteilt: Die bereits verrechnete Offertpauschale wird vollständig an die Auftragssumme angerechnet.
  • Anfrage zurückgezogen oder Offerte nicht angenommen: Wird die Anfrage nach Beginn der Offertbearbeitung zurückgezogen oder die Offerte nicht angenommen, bleibt die Pauschale geschuldet.

Die Rechnung ist innert 14 Tagen zahlbar.

4. Vertragsinhalt / Umfang der Arbeiten

Die Offerte der Unternehmerin und die daraus resultierende Auftragsbestätigung beinhalten die geschuldeten Leistungen. Die Leistungspflicht der Unternehmerin ist auf den schriftlich vereinbarten Leistungsbeschrieb beschränkt. Die Unternehmerin ist nicht verpflichtet, weitere Leistungen zu übernehmen, und kann die Ausführung sistieren, solange ein Zusatzauftrag vom Kunden nicht schriftlich erteilt bzw. bestätigt wird. Leistungen, die nicht in der Offerte bzw. Auftragsbestätigung aufgeführt sind, jedoch zur Erstellung des bestellten Werkes erforderlich sind, gelten als bauseitig zu erbringende und zu vergütende Leistungen.

Nachträgliche Änderungen (zusätzliche Wünsche, Aufträge u. dgl.) können in Absprache mit der Unternehmerin vorgenommen werden. Eine allfällige Kostenfolge wird durch die Unternehmerin aufgezeigt und gemäss Absprache verrechnet. Ansonsten wird die Änderung analog den Ansätzen im bestehenden Auftrag oder – wenn sich dort keine vergleichbaren Ansätze finden – nach den Verbands- oder sonst üblichen Regieansätzen verrechnet. Nimmt der Kunde die Ausführung eines von der Unternehmerin offerierten Nachtrags widerspruchslos entgegen, gilt der Nachtrag als bestellt.

5. Ausführung / Liefertermine

Die Unternehmerin ist befugt, für die Erfüllung der von ihr zu erbringenden Leistungen Dritte (insbesondere Subunternehmer, Partner u. dgl.) beizuziehen bzw. die Leistungen durch deren Mitarbeitende erbringen zu lassen.

Sämtliche Lieferfristen gelten lediglich als Richtwerte und können sich u. a. infolge von Lieferengpässen der Lieferanten bzw. Hersteller von Materialien, Anlagenteilen usw. verlängern.

Bei Hindernissen, die ausserhalb des Willens der Unternehmerin liegen – wie Naturereignisse, Unfälle und Krankheit, erhebliche Betriebsstörungen, Arbeitskonflikte, verspätete oder fehlerhafte Zulieferungen von Lieferanten sowie behördliche Massnahmen –, werden die Termine angemessen verschoben, ohne dass die Unternehmerin für daraus entstehende Umtriebe, Kosten u. dgl. haftet. Die Unternehmerin informiert den Kunden so rasch wie möglich über die Verzögerung und den neuen Liefertermin. Die Haftung für allfällige Verzögerungsschäden wird generell ausgeschlossen.

6. Malerarbeiten und Nachbesserungen

Vorarbeiten. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass im üblichen Bauablauf durch die anschliessenden Bodenbelagsarbeiten geringfügige Spuren oder Ausbesserungsbedarf an angrenzenden Malerflächen entstehen können. Die malerseitige Fertigstellung und die erforderlichen Schlussausbesserungen erfolgen deshalb nach Abschluss unserer Arbeiten durch den Maler.

Der Kunde sorgt dafür, dass diese Schlussausbesserungen mit dem Maler eingeplant sind. Die dafür anfallenden Kosten übernimmt die Graf & Partner Bodenbeläge GmbH nicht; sie dürfen ihr nicht in Rechnung gestellt werden. Mit der Beauftragung unserer Arbeiten bestätigt der Kunde, diese Regelung zur Kenntnis genommen zu haben.

7. Pflichten des Kunden

Der Kunde stellt sicher, dass alle erforderlichen Unterstützungs- und Mitwirkungspflichten (u. a. bauseits vorzunehmende Handlungen) zur Erfüllung der vertraglichen Leistungen rechtzeitig, im erforderlichen Umfang und für die Unternehmerin unentgeltlich erbracht werden.

Der Kunde hat der Unternehmerin insbesondere alle Informationen zu übergeben, die benötigt werden, um die vertraglichen Leistungen erbringen zu können. Darüber hinaus hat er sofort alle Umstände anzuzeigen, welche die vertragsgemässe Erfüllung gefährden können. Der Kunde stellt zudem sicher, dass die Unternehmerin Zugang zu den Räumlichkeiten erhält, zu denen sie für die Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistung Zutritt benötigt.

Die von der Unternehmerin erstellten Dokumente (Berichte, Pläne, Regie- und Arbeitsrapporte u. dgl.) sind vom Kunden unverzüglich auf die Richtigkeit der gemachten Aussagen zu prüfen; allfällige Unklarheiten bzw. Ungereimtheiten sind der Unternehmerin sofort zu melden, ansonsten die Dokumente als genehmigt gelten.

Der Kunde ist verpflichtet, Weisungen klar, sachgerecht und auf Verlangen der Unternehmerin schriftlich zu erteilen. Unsachgemässe Weisungen müssen nicht befolgt werden. Führen Weisungen zu Mehrkosten, ist die Unternehmerin zur Weiterverrechnung an den Kunden berechtigt.

Kommt der Kunde einer oder mehrerer dieser Pflichten nicht oder nicht hinreichend nach, so sind die daraus entstandenen Folgen (z. B. Verzögerungen, Mehraufwendungen, Folgekosten usw.) vom Kunden zu tragen. Zudem ist die Unternehmerin in diesem Fall befugt, ihre Leistungen für die Dauer des Verzugs einzustellen.

8. Preise / Rechnungsstellung / Zahlungskonditionen

Die Preise werden zwischen den Parteien im individuellen Vertrag festgesetzt und verstehen sich – sofern keine andere schriftliche Abrede getroffen wurde – zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer in Schweizer Franken.

Sofern nicht ein Zahlungsplan schriftlich vereinbart wurde, ist die Unternehmerin befugt, im Rahmen des Planungs- und Baufortschritts Akontorechnungen zu stellen. Von der Unternehmerin erbrachte Zusatzleistungen sowie angefallene Kosten sind zusätzlich zu entschädigen und können fortlaufend oder erst im Rahmen der Schlussrechnung in Rechnung gestellt werden.

Mit Abnahme des Werkes, Übergabe der Schlussrechnung und Ablauf der Prüfungsfrist gemäss Art. 152 SIA-Norm 118 wird die Schlussrechnung im Gesamtbetrag zur Zahlung fällig.

Die Rechnungen der Unternehmerin sind innert der vereinbarten oder auf der jeweiligen Rechnung aufgeführten Zahlungsfrist zahlbar. Die Zahlungsfrist wird ab dem Rechnungsdatum gerechnet und versteht sich ohne jegliche Abzüge. Die Verrechnung mit Gegenansprüchen ist nur zulässig, wenn diese von der Unternehmerin anerkannt oder gerichtlich festgestellt sind.

Bei der Zahlungsfrist handelt es sich um ein Verfalldatum. Kommt der Kunde seiner Zahlungspflicht nicht fristgerecht nach, gerät er ohne Weiteres in Verzug und schuldet den gesetzlichen Verzugszins. Alle Kosten im Zusammenhang mit dem Inkasso überfälliger Zahlungen gehen zulasten des Kunden. Der Verzug des Kunden mit in Rechnung gestellten Akontozahlungen berechtigt die Unternehmerin zudem, die Arbeiten einzustellen.

9. Ausführungsbedingungen

Bei Arbeitsbedingungen (namentlich schlechte Witterung, Vorleistungen von Nebenunternehmern usw.), die den Empfehlungen des Materiallieferanten widersprechen, darf die Unternehmerin die Arbeiten einstellen. Sie zeigt solche Verhältnisse dem Kunden unverzüglich an.

10. Ablieferung (Abnahme) und Gewährleistung

10.1 Grundsatz und Fristbeginn

Soweit im individuellen Vertrag oder in den vorliegenden AGB nicht abweichend vereinbart bzw. geregelt, haftet die Unternehmerin für Mängel ihres Werkes (Garantie/Gewährleistung) gemäss den Bestimmungen der SIA-Norm 118. Bezüglich dieser Mängelrechte beginnen die Verjährung und die zweijährige Rügefrist (gemäss Art. 172 SIA-Norm 118) mit der (Teil-)Abnahme des Werkes, entgegen der SIA-Norm 118 spätestens jedoch mit der vorbehaltlosen Inbetriebnahme bzw. Ingebrauchnahme (z. B. auch zum Weiterbau) durch den Kunden. Die Ablieferung des Werkes erfolgt mit der Anzeige der Vollendung durch die Unternehmerin. Eine spätere gemeinsame Begehung bzw. Abnahme hat auf den Fristenlauf keine Auswirkung.

10.2 Teilabnahme

Nebst der Abnahme des gesamten Werkes kann auch die Abnahme einzelner Werkteile im Sinne von Art. 157 SIA-Norm 118 (nachfolgend «Teilabnahme») erfolgen. Die Verjährung und die zweijährige Rügefrist beginnen für jede Teilabnahme und/oder (nach erfolgter Anzeige durch die Unternehmerin) erfolgte Teilinbetriebnahme bzw. Teilingebrauchnahme von (Teil-)Gewerken gesondert.

10.3 Mängelrüge

Sämtliche bei zumutbarer Prüfung erkennbaren Mängel sind anlässlich der (Teil-)Abnahme bzw. Inbetriebnahme/Ingebrauchnahme zu rügen, ansonsten sie als genehmigt gelten.

Mit der vorbehaltlosen (d. h. ohne sofortige schriftliche Geltendmachung eines Vorbehalts erfolgten) Inbetriebnahme bzw. Ingebrauchnahme durch den Kunden gilt das Werk als mängelfrei abgenommen. Nach den Bestimmungen der SIA-Norm 118 können weitere Mängel nach der (Teil-)Abnahme innerhalb der Rügefrist von zwei Jahren jederzeit gerügt werden. Mängel, deren verspätete Behebung zu Schäden führen könnte, sind der Unternehmerin jedoch sofort zu melden, ansonsten Folgeschäden und -kosten vom Kunden zu tragen sind.

10.4 Verjährung, Garantien und Beweislast

Sämtliche Mängelrechte (Gewährleistungsansprüche) des Kunden verjähren spätestens fünf Jahre nach Abnahme (bzw. Inbetriebnahme/Ingebrauchnahme) des Werkes durch den Kunden. Allfällige Hersteller- und/oder Systemgarantien sind nicht Vertragsbestandteil; die Unternehmerin tritt für solche Garantien nicht ein. Der Kunde hat (in Abänderung von Art. 174 Abs. 3 SIA-Norm 118) für sämtliche – auch während der Rügefrist – behaupteten Mängel den gehörigen strikten Beweis zu erbringen (Beweislast).

10.5 Nachbesserungsrecht

Die Unternehmerin hat das Recht, behauptete Mängel innert angemessener Frist zu prüfen und selbst zu beheben. Die Gewährleistungsansprüche erlöschen, wenn der Unternehmerin das Recht auf Nachbesserung verweigert wird. Weitere Ansprüche stehen dem Kunden nur und erst dann zu, wenn die Unternehmerin die Nachbesserung ausdrücklich schriftlich verweigert.

10.6 Ausschlüsse

Die Gewährleistung ist ausgeschlossen für Schäden durch Witterungseinflüsse (Gewitter, Hagelschlag, Wind usw.); zudem wird keine Gewähr für Glasbruch geleistet. Bei unsachgemässer Behandlung durch den Kunden, seine Hilfspersonen oder Dritte, insbesondere bei Reparaturen oder anderen Eingriffen, erlischt jegliche Gewährleistung (Mängelrechte).

10.7 Haftung für Schäden gemäss Art. 31 SIA-Norm 118

Nach der (Teil-)Abnahme haftet die Unternehmerin bezüglich des abgenommenen Gewerks nicht mehr für Schäden im Sinne von Art. 31 SIA-Norm 118, deren Verursacher nicht festgestellt werden kann. Hat die Unternehmerin die Vollendung des Werkes angezeigt, haftet sie nicht mehr für Schäden im Sinne von Art. 31 SIA-Norm 118, die später als einen Monat nach erfolgter Vollendungsanzeige mitgeteilt werden.

11. Referenzangaben

Die Unternehmerin ist berechtigt, das erstellte Werk (inkl. Bildern) auf ihrer Website o. dgl. als Referenz zu verwenden. Ferner ist die Unternehmerin berechtigt, während ihrer Arbeitsausführung eine Reklameplane o. dgl. (z. B. am Gerüst) anzubringen.

12. Abtretungsverbot

Der Kunde darf Ansprüche aus dem individuellen Vertrag und/oder den vorliegenden AGB nicht ohne das Einverständnis der Unternehmerin an Dritte abtreten.

13. Urheberrecht an Offert- und Leistungsverzeichnissen

Alle Dokumente (Pläne, Berechnungen, Offerten, Kostenvoranschläge usw.) sowie die ihnen zugrunde liegenden Daten (Berechnungen, Modelle u. dgl.) der Unternehmerin bleiben ausschliesslich deren geistiges Eigentum. Solche Unterlagen dürfen Dritten weder schriftlich noch mündlich zugänglich gemacht noch vom Kunden selbst zweckwidrig oder zu geschäftlichen Zwecken verwertet werden. Jegliche Veränderung, Vervielfältigung oder Veröffentlichung der Dokumente sowie der ihnen zugrunde liegenden Daten für eine ausservertragliche Nutzung bedarf der schriftlichen Zustimmung der Unternehmerin.

14. Streichungen / Änderungen

Sämtliche Streichungen und/oder Abänderungen des Vertrages bzw. dieser AGB müssen schriftlich und mit schriftlichem Einverständnis der Unternehmerin erfolgen, ansonsten sie nicht statthaft sind und als nicht erfolgt gelten.

Folgende Bestimmungen der SIA-Norm 118 finden keine Anwendung: Art. 174 Abs. 3, Art. 181 und Art. 182.

15. Anwendbares Recht / Gerichtsstand

Auf diesen Vertrag findet ausschliesslich schweizerisches Recht Anwendung. Ausschliesslicher Gerichtsstand für allfällige Streitigkeiten ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz der Graf & Partner Bodenbeläge GmbH. Die Unternehmerin ist jedoch berechtigt, den Kunden sowohl an seinem Wohnort bzw. Sitz als auch am Ort der gelegenen Sache (erstelltes Werk) zu belangen.


Graf & Partner Bodenbeläge GmbH – Fassung Oktober 2026